Transfette im Alter: Je weniger, desto besser!

Transfette in Backwaren müssen im Alter gemieden werden

Transfette in Backwaren sollten im Alter gemieden werden

 

Gesättigte Fettsäuren sind in aller Munde. Nicht jedermann ist dies bewusst, nicht jedermann trägt denselben Schaden davon, aber sonderlich förderlich für die Gesundheit sind diese Stoffe niemals. Leider schmecken sie allerdings ganz delikat – Chips, Pommes & Co. enthalten Transfettsäuren en masse. Nicht immer erkennt man auf den ersten Blick, wo diese drinnen sind – ab und zu darf man sich die Leckereien natürlich genehmigen, aber besonders im Alter gelten sie nun einmal als schädlich und ungesund.

Hergestellt werden Transfette vor allem durch Erhitzen: Chemiker erfanden die Fetthärtung vor rund einem Jahrhundert. Dank dieser zu ihrer Zeit bahnbrechenden Entdeckung hatte man nun die Möglichkeit aus an sich flüssigen Pflanzenölen Fett zuzubereiten, das streichfähig war. Das Bedeutet, dass Die Einsatz-Varianten dieser Lebensmittel stiegen. Viele erwiesen sich als ideal für die Kulinarik der Zeit. In der Küche setzten im Handumdrehen durch, auch weil sie einen großen Pluspunkt ihr Eigen nannten: die eindeutig längere Haltbarkeit.

 

Frittieren, backen und braten erzeugen Transfette

Transfette entstehen in der regel durch Hitze beim frittieren, backen und braten

 

Wie entstehen Transfette und warum sind sie schädlich?

 

Der Preis, den man bis heute für diverse – teils vermeintliche – Pluspunkte bezahlt, stellte sich erst im Laufe der Zeit heraus. Vor allem die industrielle Fetthärtung bringt die Entstehung so genannter Transfettsäuren mit sich. Aber auch in den eigen vier Wänden bildet sich im Zuge des Erhitzens von ungesättigten Fettsäuren – und zwar schon bei einer Temperatur ab 130 Grad – Transfettsäuren. Ungesättigte Fettsäuren sind gut für den Körper und können sogar beim Abnehmen helfen. Im hohen Alter ist es durch den verlangsamten Stoffwechsel eh schon schwerer an Gewicht zu verlieren, als noch in der Jugend. Werden ungesättigte Fettsäuren durch Erhitzung zu gesättigten Fettsäuren umgewandelt, schadet das dem Körper zusätzlich.

Warum gefährdet derselbe Stoff in einer anderen Form Gesundheit und Wohlbefinde? Man sagt mittlerweile den Transfetten vor allem nach, entzündungsfördernd zu wirken und Fettleibigkeit zu verursachen. Transfettsäuren kann man in der Küche in der Regel nicht vollkommen vermeiden, wer aber zum Beispiel das Braten, Frittieren oder Backen reduziert, der tut sich und seinem Körper durchaus etwas Gutes.

 

Gutes Fett – böses Fett?

 

Rieten noch vor wenigen Jahren so einige Experten pauschal zu einer Reduktion von Fett per se, unterscheidet man heute zwischen den Stoffen und ihrer Wirkung. Natürlich gilt grundsätzlich immer: Die Dosis macht das Gift. Wer sich aber informiert, welche Fette im Zweifel eher als gesund gelten – ungesättigte Fettsäuren – und welche weniger, der darf lukullisch durchaus aus dem Vollen schöpfen.
Wo sind diese „guten“ Fette enthalten? Kalt gepresste Pflanzenöle, die nicht zu hoch ersitzt und einigermaßen naturbelassen sind, gelten meist als unbedenklich. Zudem enthalten viele dieser Öle, wie Leinöl, einen hohen Anteil an gesunden Omega-3-Fettsäuren. Diese sind entzündungshemmend und helfen bei der Fettverbrennung.

 

Transfettsäuren und deren Einfluss auf die Gesundheit

 

Zur Zeiten der Erfindung dieser Stoffe sah man noch nicht, inwiefern diese zu schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit der Konsumenten kommen könnte. Mehrere Jahrzehnte später hat man den starken Verdacht vielfach bestätigt gesehen. Man weiß nun, dass sich die Transfettsäuren ausgesprochen ungünstig auf die Blutfettwerte auswirken können. Das Heißt, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wächst.

Es wurde festgestellt, dass es einen optimalen Wert gibt. Bleibt man bei weniger als einem Prozent, sollten sich die Auswirkungen in Grenzen halten. Ein Hundertstel der täglich zugeführten Energiemenge in Form von Transfettsäuren dürfte für die meisten ansonsten gesunden Menschen in Ordnung sein.

 

gesättigte Fettsäuren finden sich in Chips sowie fertiges Fingerfppd und Fastfood

Chips, fertiges Fingerfood und Fastfood haben in der Regel viele ungesunde und gesättigte Fettsäuren

 

Worauf sollte man also achten, wenn man schon nicht komplett darauf verzichtet?

 

Da man große Mengen in Fast Food und Fertiggerichten findet, sollten diese nur ab und an auf den Teller kommen. Pommes und Chips etwa sind durchaus lecker, aber voller Transfettsäuren. Sie sollten nur in kleinen Dosierungen auf dem Teller landen und durch Gesundes, Schmackhaftes und Sättigendes ergänzt werden, das nicht wie Transfettsäuren sehr das Risiko für Herzkrankheiten und Diabetes erhöhen kann. Wenige Augenblicke auf der Zunge, eventuell für immer in Form von Gefäßverkalkungen im Körper. Darüber hinaus können Transfette das so genannte „gute“ Cholesterin verringern und das „schlechte“ Cholesterin, das sich in größeren Ausmaß an den Gefäßen ablagert, fördern. Dies kann die Entstehung einer Arteriosklerose fördern, stellt aber auch ansonsten eine Belastung für den gesamten Stoffwechsel dar. Da dieser im Alter meist ohnehin verlangsamt ist bzw. sich oft immer schwerer tut, ist man mit steigendem Alter gut beraten, den Anteil an der Ernährung Schritt für Schritt zu reduzieren,
Einige Gegenden auf der Welt haben daher diese Stoffe bereits stark reduziert, unter Strafe gestellt oder drastisch besteuert. In New York City gelten seit 2006 Transfette aus Restaurants, Imbissen und Bäckereien verdrängt, auch Dänemark schritt diesbezüglich ein und Akzeptanz erwies sich als dermaßen beachtlich, dass die Hersteller durchaus von sich aus ihre Rezepturen änderten.

 

Zusammenhang Morbus Crohn, Alzheimer und Transfettsäuren

 

Forschern zufolge bestehen klare Zusammenhänge zwischen Entzündungen im Körper und Transfetten. verantwortlich sind. Gerade im Alter kann das Gehirn dadurch noch weit rasanter abbauen und die Volkskrankheit Alzheimer fördern. Auch erhärtet sich der Verdacht auf einen Zusammenhang mit der Darmkrankheit Morbus Crohn.

 

Lebensmittel, in denen Transfettsäuren in hohen Dosen vorkommen

 

Frittierte Lebensmittel, Backwaren und diverse Fette weisen sehr häufig einen erhöhten Wert auf. Außerdem hat man in bestimmten Frühstücksflocken, Fertignahrungsmitteln und Tütensuppen viele „schlechte“ Fette gefunden. Nicht zu unterschätzen sind Transfette oft auch in Gebäck. Zudem ist Margarine eine Quelle für Transfettsäuren. Früher galt Margarine als unbedenklich, mittlerweile ist dies nicht mehr der Fall.

 

Weniger ist mehr – Transfette sollten vermeiden werden

 

Wer weniger als ein Prozent der Nahrung in Form von „schlechten Fetten“ konsumiert, braucht sich nicht allzu viele Gedanken zu machen. Personen, bei denen der Wert auf ein Zehntel steigt, sind aber nicht grundsätzlich gleich stark gefährdet. Junge Menschen stecken dies aufgrund ihres flotten und munteren Stoffwechsels meist recht gut weg. Mediziner raten besonders sparsam mit Donuts, Keksen oder Blätterteig umzugehen und Frittiertes zu reduzieren. Geraten wird, stets die Inhaltsstoffe auf der Verpackung zu studieren und auf Begriffe wie „gehärtete Fette“ oder „pflanzliche Fette z.T. gehärtet“ zu achten. Daheim wiederum empfiehlt es sich bewusst nur jene Öle und Fette zu erhitzen, die dafür auch gut geeignet sind bzw. im Zweifelsfall auf eine niedrigere Temperatur zu setzen.

 

Fazit

 

In Sachen Transfettsäuren macht die Dosis das Gift – In der Regel lässt sich sagen, dass umso älter man ist, der Körper zunehmend weniger Transfette, bzw. gesättigte Fettsäuren, verkraften kann. Die Gesamtkonstitution spielt durchaus eine Rolle bei der Frage, wieviel Frittiertes bzw. Fettes man ohne Bedenken zu sich nehmen sollte. Übersteigt man eine gewisse Menge, können Transfette dem Körper nachhaltig schaden.

Wer ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hat, der sollte mit derartigen Lebensmitteln stets sparsam umgehen. Natürliche Fette hingegen – die man in Milchprodukten wie Quark und Käse findet – schaden dem menschlichen Stoffwechsel meist nicht. Fette können also durchaus auch förderlich für Gesundheit und Wohlbefinden sein – etwa ein Drittel des Kalorienbedarfs kann in einem gesunden Ernährungsplan aus gesundem Fett bestehen.

 

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