Rückenschmerzen im Alter effektiv vorbeugen

Rückenschmerzen im Alter - Was tun?

 

Aus einer aktuellen Statistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) geht hervor, dass Probleme mit dem Rücken der häufigste Grund für einen Arztbesuch ist. Dies liegt zu einem großen Teil an einer falschen Haltung bei vorwiegend sitzender Tätigkeit, zu wenig abwechselnde Bewegung und einer ungesunden Ernährung. Laut der großen Krankenkassenverbände ist zumindest die Hälfte der Erwerbstätigen mindestens einmal in ihrer Berufslaufbahn wegen starker Kreuzschmerzen krankgeschrieben. Besonders im Alter nimmt die Gefahr abermals rapide zu an Rückenschmerzen zu erkranken. Die Ursachen können unterschiedlich sein.

 

Wie können starke Rückenschmerzen im Alter entstehen?

 

Senioren leiden besonders oft an Schmerzen im unteren Rücken, denn bei ihnen kommen neben den oben genannten Ursachen noch alterungsbedingte Verschleißerscheinungen und eine zunehmende Schwäche in den Muskeln hinzu. Die Wirbelsäule dient als Stütze des gesamten Skeletts und ermöglicht die aufrechte Haltung. Zwischen den einzelnen Wirbeln befinden sich die flexiblen Bandscheiben, welche aus einem mit Flüssigkeit gefüllten Gallertkern und umgebenen Bindegewebe bestehen. Sie dienen als schützender Puffer bei Erschütterungen und verhindern ein Reiben der einzelnen Wirbel gegeneinander. Mit zunehmendem Alter verringert sich ihre schützende Funktion, da die Wände der Bandscheiben porös und rissig werden können. Zum Beispiel bei einer dauerhaften einseitigen Belastung kann sich die Bandscheibe verschieben. Im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf kann das Gel dann austreten, die Wirbel reiben bei Bewegungen ungeschützt aneinander. Die Folge sind starke Schmerzen im Rücken. Eine weitere Ursache kann ein Bandscheibenvorfall sein. Durch die einzelnen Wirbel verläuft ein Strang aus Nervenbahnen, das sogenannte Rückenmark. Verschieben sich mit zunehmendem Alter die schwächer werdenden Bandscheiben und drücken dabei auf die Nervenstränge, so spricht der Facharzt von einem Bandscheibenvorfall. Meist treten diese Beschwerden im unteren Rücken, der Lendenwirbelsäule, auf.

 

Rückenschmerzen mit altersgerechten Rückenübungen entgegenwirken

 

Wie kann man einen starken Rücken unterstützen und Rückenschmerzen vermeiden?

 

Natürlich gilt auch für Rückenschmerzen: Vorbeugen ist besser als heilen. Durch eine konsequente und gesunde Lebensweise sowie genügend Bewegung kann der Verlauf einer Krankheit bei den typischen Lendenwirbel Schmerzen erfolgreich verzögert oder gar verhindert werden. Denn mit den richtigen Maßnahmen lassen sich oftmals schon Rückenschmerzen verhindern. Wandern oder altersgerechte Gymnastik mit Übungen für den Rücken sind immer gute Ideen. Zudem kann man einen gesunden Rücken auch mit zunehmendem Alter erfolgreich mit diese Tipps unterstützen:

  • Eine Vermeidung von Haltungsschäden. Bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten unterstützen ergonomisch geformte Büromöbel eine entlastende Haltung. Das korrekte Anheben und Tragen schwerer Lasten kann in einer Rückenschule erlernt werden.
  • Eine Vermeidung einer Überlastung der Rückenmuskulatur. Eine ausreichend körperliche Aktivität und regelmäßige Übungen zur Stärkung der Muskeln können hier hilfreich sein.
  • Eine Vermeidung von Stress. Stress kann zu Höchstleistungen anspornen, aber auch krankmachen. Stress kann zu einer Verkrampfung der Muskeln und somit auch zu starken Rückenschmerzen führen. Hin und wieder sollte ein Wellnesstag oder ein Entspannungsbad eingelegt werden.
  • Eine Vermeidung einer ungesunden und/oder einseitigen Ernährung. Wer sich gesund und abwechslungsreich ernährt, versorgt sich mit allen wichtigen Nährwerten. Muskeln und Nerven können so umfassend versorgt und gestärkt werden.

 

Auch Massagen können bei Rückenschmerzen lindernd sein

 

Was hilft gegen schon bestehende Rückenschmerzen?

 

Um jedoch bereits entstandene Rückenschmerzen der Lendenwirbel erfolgreich bekämpfen zu können, müssen zuerst einmal die Ursachen erkannt und behoben werden. Bei starken Beschwerden sollte neben physiotherapeutischen und medikamentösen Maßnahmen daher immer eine Optimierung der individuellen Lebensumstände erfolgen. Dabei spielt die Bewegung eine entscheidende Rolle, denn wer rastet, der rostet. Da die Schmerzen oftmals durch mangelnde Bewegung auftreten und verschlimmert werden können, ist ein Bewegungsmangel eher kontraproduktiv. Soweit es die Schmerzen erlauben, sollte, besonders bei beginnendem Krankheitsverlauf, der Rücken so viel wie möglich trainieren. Der Gang zum Arzt ist bei beginnenden Beschwerden nicht nötig. Im Internet finden Betroffene mehrere Übungen gegen Rückenschmerzen, die schnell Erleichterung schaffen können. In Zeichen von mobilen Endgeräten wie Smartphone und Tablet können auch Apps wie Kaipa bei der Genesung helfen. Auf elephanted.de werden die einzelnen Funktionsweisen des Apps sehr gut aufgezeigt. Im Gegensatz zu einfachen Youtube Videos kann eine solche App individuell auf die Beschwerden und die Leistungsfähigkeit der einzelnen Betroffenen eingehen und entsprechende Übungen vorschlagen. Außerdem informiert die App über alles Wissenswerte rund um Rücken, Nerven und Schmerzen und hält Patienten so immer auf dem Laufenden. Ein Besuch beim Arzt kann so in vielen Fällen vermieden werden.

 

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

 

Bei akuten Rückenschmerzen, die plötzlich auftreten und/oder sehr schmerzhaft sind, sollte unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Nur dieser kann entscheiden, ob es sich um eine ernsthafte Erkrankung handelt, die behandelt werden muss. Schmerzen sind immer ein Warnsignal des Körpers. Daher sollten auch länger anhaltende Schmerzen vom Facharzt untersucht werden. Ansonsten kann es zu einer chronischen Erkrankung kommen, deren Behandlung wesentlich schwieriger ist. Ab der 12. Woche zählt eine Erkrankung als chronisch, treten Schmerzen jedoch durchgehend über eine Woche auf, so sollte man sich nicht mehr nur auf rezeptfreie Schmerzmittel verlassen, sondern einen Facharzt aufsuchen. Damit man bald wieder gesund und fit durchs Leben gehen kann.

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