Im Frühjahr ist es wieder soweit – Der eigene Garten erwacht zur grünen Oase

Der Blumengarten muss schon im Frühjahr geplant werden

Ein regelmäßiger Aufenthalt in der Natur hat sowohl auf die körperliche, als auch auf die psychische Gesundheit, positiven Einfluss. Das ist keine leere Phrase und wurde in der Vergangenheit durch Studien, beispielsweise der des Projekts Wasser:Wege, belegt. Ein bewusstes Erleben der Natur unterstützt insbesondere auch das Wohlbefinden älterer Menschen. Dafür reicht bereits ein Kleingarten. Wenn man einige Punkte bedenkt, macht die Gartengestaltung richtig Freude und wird zur sinnvollen und gesunden Freizeitbeschäftigung. Und was gibt es Schöneres, als dann im Sommer in seinem Traumgarten zu entspannen und gesundes, leckeres Obst und Gemüse zu ernten?

 

Frühlingsbeginn – die Natur erwacht und der Garten erblüht

 

Natürlich variiert der Start der Gartenarbeit je nach den Witterungsverhältnissen. Als Faustregel gilt: Wenn sich der Frost und Schnee allmählich verabschiedet haben und keine anhaltenden Kälteperioden mehr prognostiziert werden, kann man loslegen.
Herumliegendes Laub wird als Frostschutz nicht mehr benötigt und kann entfernt werden. Abgestorbene Pflanzen kann man abschneiden, um Lichtquellen zu schaffen und neue Triebe zu fördern. Meist verhärtet sich die Erde während der Winterzeit. Es ist daher förderlich, sie durchzulockern. Bäume und Büsche warten auf ihren Rückschnitt.

 

Der Garten für Senioren bietet neben Blumen auch Obst und Gemüse

 

Farbenfrohe Blütenträume lassen den Garten aufleben

 

Es empfiehlt sich bereits im Herbst, Zwiebeln in den Boden zu setzen. So kann schon ab Mitte bis Ende März der Frühling mit Tulpen, Osterglocken und Hyazinthen begrüßt werden. Auch im Sommer bereits ausgesäte Veilchen und Stiefmütterchen bringen den Garten zwischen März und Mai zum Strahlen. Weitere wunderbare Gartenblumen ab Ende April sind die Maiglöckchen, der Flieder, die Spirea, der Goldregen, die Weigelie, der Blütenhartriegel, der Blauregen und einige Sorten der Clematis.

Beim Planen des Gartens sollte auch an ein Staudenbeet gedacht werden. Idealerweise mischt man Frühblüher, Sommerstauden und Herbstblüher in einem ausgewogenen Verhältnis zusammen. Für ein paar schöne Akzente sorgen auch Gräser im Winter. Dabei ist die Lage des Beetes zu beachten. Je nach Gartenblume wird direkte Sonneneinstrahlung oder Halbschatten benötigt. Im Mai sorgen Vergissmeinnicht, Lupine, Tränendes Herz, Pfingstrosen, Schwertlilien, Nachtviole und auch die ersten Rosen für eine tolle Gartendeko. Regelmäßiges Düngen fördert die Blumenpracht wesentlich.

 

Der Garten für Senioren bietet viel Ruhe und Entspannung

 

Achtsamkeit ist das A&O damit im Garten nichts schief laufen kann

 

Vorsicht bei Spätfrost: Der Garten blüht in den schönsten Farben. Plötzlich kommt es zu einem unerwarteten Kälteeinbruch Ende April. Frostige Nächte können den Pflanzensaft in den Zellen gefrieren lassen. Besonders junge und weiche Triebe erfrieren regelrecht. Die Folge kann totaler Blüten- bzw. Ernteausfall sein. Es ist daher ratsam, auf Wetterprognosen zu achten und Pflanzen abzudecken oder ins Hausinnere zu holen. Konnte man das Absterben einiger Triebspitzen dennoch nicht verhindern, sollten diese sofort entfernt werden.
Vorsicht bei Sommerhitze: Auch wenn viele Blumen ausreichend Sonnenlicht benötigen, bedeutet das nicht, dass sie auch extremer Sonnenbestrahlung standhalten können. Die Pflanzen verlieren viel Wasser und auch ihr Blattgrün. Hitzeschäden erkennt man auch durch Gewebsveränderungen und farblichen Verfärbungen. So wird z.B. das Gewebe von Tomaten sehr weich. Es empfiehlt sich, bewegbare Pflanzen an halbschattige Plätze zu verfrachten. Blumen sollten außerdem vermehrt gegossen werden, am besten morgens und abends. Mit dem Entfernen von Blättern und Seitentrieben sollte man vorsichtig sein, da sie für Früchte nötige Schattenspender sein könnten.
Achtung vor Schädlingen: Gekräuselte Pflanzenblätter weisen oft auf den Befall von Blattläusen hin. Gegen die unliebsamen Zeitgenossen gibt es aber natürliche Abhilfe: Indem man Larven von Marienkäfern, Schwebfliegen oder Gallmücken auslegt, ködert man die Läuse erfolgreich.
Auch Nacktschnecken sind regelrechte Verwüster im Garten. Nur zu gerne fressen sie Gemüse an und kauen an Blumen. Das Streuen von Kaffeesatz und Salz wirkt bei Schnecken wie Nervengift und kann versucht werden. Beim nächsten Regenfall ist dieser Schutz allerdings wieder beseitigt. Effizienter sind hingegen Schneckenzäune, die die Tiere gezielt vom Blumenbeet fernhalten.

Vom Einsatz chemischer Hilfsmittel wird generell abgeraten, da sie sowohl für Haustiere, als auch für die Pflanzen selbst schädlich sind.

Biogärten sind eine gute Methode um die Selbstversorgung zu gewährleisten

Obst und Gemüse aus einem Biogarten sind gesund und schönen die Geldbörse

 

Die Vorteile eines Bio-Gartens liegen auf der Hand

 

Produkte aus biologischer Landwirtschaft werden immer beliebter. Ihre umweltschonende und nachhaltige Herstellung spiegelt sich in Geschmack und Nährstoffgehalt wider. In den Supermärkten werden die Regale immer voller mit Bio-Lebensmitteln. Warum nicht den Bio-Faktor in den eigenen Garten miteinbeziehen? Vor diesem Hintergrund wird beim Anlegen des Gartens völlig auf chemische Hilfsmittel und Dünger verzichtet.
Bio-Dünger bietet viele Vorteile: Er bewirkt einen besonders nährstoffreichen Boden und verbessert seine Beschaffenheit. Das Ergebnis ist die Ernte von besonders geschmacksintensiven, nährreichen und schadstofffreien Obst- und Gemüsesorten. Außerdem fördert Bio-Dünger das Pflanzenwachstum. Es gibt auch Bio-Erde, die für einen besonders fruchtbaren Boden sorgt. Der Eigenanbau von Obst und Gemüse ist grundsätzlich in vielerlei Hinsicht sinnvoll. In Bio-Produktion hergestelltes Obst und Gemüse ist teurer als herkömmliches. Der kontrollierte Eigenanbau schont daher die Geldbörse erheblich und bietet dennoch gesunde, schadstofffreie Nahrung. Bereits ein Gemüsebeet kann einen Haushalt versorgen. Selbst angebautes Gemüse und Obst ist auch viel aromatischer als im Supermarkt gekauftes. Besonders viel Fokus sollte zudem auf den Anbau von sogenannten Superfoods gelegt werden, denn diese sind durch ihren hohen Anteil an Vitaminen und Enzymen besonders gut für die Gesundheit. Dazu gehören beispielsweise Himbeeren, Rosenkohl oder Knoblauch. Die Liste ist jedoch sehr lang und viele der Produkte landen unbewusst in den täglich gegessenen Mahlzeiten, ohne dass auf deren Mehrwert geachtet wird.
Mit der Aussaat von Paprika, Tomaten und Spinat kann bereits im Februar begonnen werden. Spinat ist sogar schon im April erntefähig. Die meisten übrigen Gemüsesorten folgen ab März und sind in den Sommermonaten ab Juli fertig zum Genießen.

Empfehlenswert ist auch ein kleiner Kräutergarten. Die Aussaat der verschiedensten Kräuter im Frühjahr beschert ein wahres Erntevergnügen. Rosmarin, Petersilie und Liebstock sind bereits im Mai erntebereit. Bei den meisten Kräutersorten wie z.B. Thymian, Schnittlauch, Basilikum, Dill, Majoran oder Koriander muss man sich aber bis Juli gedulden.

 

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