Dem steigendem Pflegebedarf selbstbewusst entgegentreten – Pflegemöglichkeiten und Betreuung im Alter

Pflege und Betreuung kann im Alter sehr wichtig werden um die Hürden des Alltags meistern zu können

 

Das Gefühl der Unabhängigkeit und das Vertraute des eigenen Heimes, in dem man meist mehrere Jahrzehnte gelebt hat, machen die eigenen vier Wände zu einem Ort, den man nur sehr ungern verlassen möchte. Mit der eigenen Wohnung oder dem Haus verbindet man viele emotionale Erlebnisse und Erinnerungen, es gibt das Gefühl der Vertrautheit und kann schwer ersetzt werden. Wenn die Überlegung der erwachsenen Kinder aufkommt, ob man die Eltern nicht in ein Pflegeheim bringen sollte, greift das bei vielen Senioren zu dem das Gefühl des Stolzes an. Es kommt der Anschuldigung gleich, dass man nicht mehr alleine zu Recht kommt und das möchten sich viele ältere Damen und Herren nicht eingestehen.

 

Wie kann eine eventuell nötige Pflege und Betreuung dort unterstützt werden?

 

Seniorenpflege muss gelernt sein - Pflegekräfte gibt es für fünf aufeinander aufbauende Pflegestufen

 

Aus diesen Gründen ist es nahe liegend, dass man nicht selbst zur Pflegeeinrichtung geht, sondern sich je nach eigenem Bedarf das Eigenheim funktional und unterstützend umgestaltet und sich um eine professionelle Seniorenbetreuung kümmert. Je nach Bedarf kann zur Betreuung für Senioren zu unterschiedlichen Maßnahmen gegriffen werden. Wird nur für bestimmte Tätigkeiten eine Pflegekraft benötigt, wie zum Beispiel zum Duschen und Waschen, so ist es genügend, wenn ein externer Pflegedienst diese regelmäßigen Tätigkeiten ausführt. Wenn Senioren lediglich nicht mehr Kochen können, sind Mahlzeitendienste eine gute Option. Wer eine Pflegekraft benötigt, die 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht, kann dies zum Beispiel mit Pflegekräften aus Osteuropa tun, eine nicht unübliche Vorgehensweise. Die Stiftung Warentest hat sich dem Thema bereits angenommen und einige Anbieter mit einander verglichen. Diese sind zum Großteil sehr professionell, aber auch hier, wie überall sonst auch, gibt es ein paar schwarze Schafe zu beklagen.
Je nachdem in welche Pflegestufe Senioren eingestuft werden, haben Sie Anspruch auf Kostenübernahme dieser Maßnahmen, dank der Zahlungen, die die Senioren, über mehrere Jahre, in Ihre Pflegeversicherung getätigt haben.

 

Welche Hürden gibt es (Beantragung der Pflegestufen, finanzielle Ressourcen, etc.)?

 

Seit 2017 gibt es in Deutschland fünf Pflegegrade, statt der drei zu vorigen Pflegestufen. Um den nötigen Pflegebedarf festzustellen und einschätzen zu können, sollte zunächst eine genaue Dokumentation der täglich ausgeübten Tätigkeiten erfolgen. Anschließend sollte die Pflegekasse bzw. Krankenkasse des betroffenen Senioren kontaktiert werden. Von diesen zugesandte Formulare müssen ausgefüllt und zurückgesendet werden. Anschließend erfolgt eine Prüfung durch einen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung. Ist der Senior privat versichert erfolgt dies durch entsprechendes Pendant der Privatversicherten. In jedem Fall wird eine Prüfung im Hause/Wohnung des Versicherten durchgeführt. Diesem muss der Hilfsbedarf aufgezeigt werden, damit Teile der Kosten der ambulanten Pflege übernommen werden. Nach Genehmigung der Pflegestufe erfolgt dann die finanzielle Unterstützung der entsprechenden Maßnahmen des betreuten Wohnens.

 

Nicht immer ist es für Senioren das Beste in ein Seniorenheim zu wechseln - Alternative Konzepte sind beliebt und machen je nach Pflegestufe mehr Sinn

 

Welche Alternativen gibt es zu einer Pflege und Betreuung daheim

 

Die alternative der Pflege im Alter ist die Seniorenresidenz. Den Umfang der Pflege die ein Seniorenheim leisten kann, ist zu Hause nur sehr schwer darzustellen. Von zahlreichen Aktivitätsprogrammen bis zur vollumfänglichen medizinischen Versorgung bieten diese Einrichtungen ein großes Leistungsspektrum. Eine weitere Möglichkeit ist der Bezug von Wohnung in Nähe von Seniorenheimen und Seniorentreffs, die speziell von diesen ausgestattet und bereitgestellt werden. So haben die Senioren die sich für diese Variante entscheiden mehr Freiheiten als im Heim selber, können aber trotzdem dessen Angebote wahrnehmen. Auch die Altenpflege im Heim wird von der Pflegekasse mitgetragen.
Eine Alternative die bei vielen Senioren auch gerne gesehen ist, wäre die Senioren WG. Zunehmend schließen sich Senioren in Wohngemeinschaften zusammen umso den Lebensalltag im Alter gemeinsam zu bestreiten und sich dabei gegenseitig zu unterstützen. Besonders für Senioren, die noch sehr mobil sind, ist das eine gute Wohnvariante.

 

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