Lesehilfen für Senioren – kleine Hilfsmittel für den Erhalt der Lebensfreude

Lesehilfen für Senioren | Welche gibt es und was bringen diese

 

Lesen bildet nicht nur, es hält auch geistig fit. Für ältere Menschen ist es folglich wichtig, das Lesen nicht aufzugeben. Doch laut einer niederländischen Studie haben Menschen ab 65 immer weniger Lust, ihre Zeit mit Lesen zu verbringen. Woran liegt das?

 

Lesende Senioren sind in der Regel glücklicher, geistig reger und leben bis zu zwei Jahre länger

 

Meist infiziert man sich mit dem Lesevirus bereits in jungen Jahren. Mithilfe von Büchern wird die kindliche Fantasie angeregt und unzählige Abenteuer im Kopf erlebt. Hat man sich einmal angesteckt, lässt einen das Lesen meist ein Leben lang nicht mehr wirklich los. Vor allem in einem Alter, in dem man körperlich nicht mehr so einfach verreisen kann (auch wenn das Reisen für viele Senioren eine große Leidenschaft bleibt), hilft das Lesen, den Geist auf große Fahrt zu schicken und ihn fit und gesund zu halten. Doch gerade ältere Menschen verlieren oft die Lust an Büchern. Die Ursache dafür ist eine Verschlechterung der Sehstärke. Es ist für die meisten Senioren häufig einfach zu anstrengend, sich in einem Buch zu vertiefen. Schade, denn Lesen bereichert nicht nur die Fantasie, es verlängert tatsächlich das Leben. Ein Forscherteam der renommierten Yale University fand heraus, dass regelmäßiges Schmökern die Lebenszeit um bis zu 23 Monate verlängern kann. Ein erstaunliches Ergebnis. Bereits eine halbe Stunde täglich hat vielseitige positive Auswirkungen auf Lebensqualität und -dauer.

 

Lesehilfen sind für Senioren im Alter oft unausweichlich

 

Nachlassende Sehkraft kann bei Senioren verschiedene Ursachen haben

 

Mit fortschreitendem Alter werden die Sehzellen zerstört. Die Folge ist eine nachlassende Sehkraft. Die häufigste Form ist die altersbedingte Makula-Degeneration, die sogenannte AMD. Dabei kommt es zu Ablagerungen unter der Netzhaut, Gefäße bilden sich zurück und die Sehzellen sterben letztendlich ab. Die ersten Symptome machen sich durch Probleme beim Lesen bemerkbar.
Es gibt jedoch noch andere, sehr häufig verbreitete Ursachen. Die bekannte Altersweitsichtigkeit ist eine weitere Augenschwäche, die sehr verbreitet ist. Hierbei lässt die Elastizität der Linse langsam nach, was zu Problemen beim Fokussieren führt. Betroffene können Gegenstände, die sich in ihrer Nähe befinden, nicht mehr scharf sehen. Dies macht das Lesen von Büchern und Zeitschriften natürlich besonders schwierig.
Doch auch der graue und grüne Star führen zu einer Verminderung der Sehkraft und können unbehandelt zu einer kompletten Erblindung führen.

 

Lesen hält im Alter fit und verlängert das Leben um bis zu 2 Jahre

 

Lesehilfen können Senioren zu neuer Lebensfreude verhelfen

 

Doch was tun, wenn das liebste Hobby immer mehr zur Qual wird? Die Lösung können nicht nur Brillen und Kontaktlinsen bringen, es gibt auch eine Reihe weiterer Lesehilfen für Senioren, die die Freude an Büchern wieder zurückbringen können:

  • Leselupe für Senioren: Sie kann oft schon ausreichen, um ein unbeschwertes Lesen wieder zu ermöglichen. Leselupen gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Die einfachste Version ist dabei die Taschenlupe, die kompakt, handlich und jederzeit einsatzbereit ist. Sie zählt zu den günstigeren Möglichkeiten.
  • Seniorengerechte Leuchtlupe: Für zuhause gibt es komfortablere Lupenmodelle, die über Beleuchtung verfügen und einfach über das Buch gestellt werden können. Ein mühsames Halten der Lupe entfällt somit.
  • Lesesonnenbrille: Sie ermöglicht das Lesen bei Sonnenlicht, weshalb sie gerade im Urlaub eine gern genutzte Sehhilfe ist. Modische Sonnenbrillen sind in unterschiedlichen Tönungen erhältlich, die Gläser passt der Optiker dabei perfekt an die Sehschwäche an.
  • Lupenbrille für Senioren: Diese Brille wird nicht nur von Ärzten und Technikern gerne verwendet, sie kann auch bei einer Sehbeeinträchtigung gute Dienste leisten. Dabei werden Lupen, die bis zu 8-fach vergrößern, können auf ein Brillengestell moniert. Der große Vorteil dabei ist, dass die Hände frei bleiben.

Eine nachlassende Sehkraft ist also kein Schicksal, das einfach hingenommen werden muss. Durch Hilfe von Ärzten und Optikern steht einem langen Lesegenuss auch im hohen nichts im Wege.

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