Woran erkennt man ein Sanitätshaus mit Qualität?

Bei einem Sanitätshaus handelt es sich um ein Unternehmen bzw. um eine Firmengruppe, welche unter anderem orthopädische Hilfsmittel, Silikonprothesen und Pflegehilfsmittel anbietet. Die Bezeichnung „Sanitätshaus“ kommt daher nicht von ungefähr, denn es steckt das Wort Sanitas (Gesundheit) darin. Der Sinn eines Sanitätshauses ist somit, orthopädische Fehlstellungen oder das Fehlen eines Körperteils mithilfe von Hilfsmitteln zu kompensieren, um die Beeinträchtigungen im täglichen Leben der betreffenden Person zu minimieren. Diese Hilfsmittel können zum Beispiel Arm- oder Beinprothesen, Brustprothesen aus Silikon, oder Hilfsmittel zur Pflege wie Steckbecken oder Urinenten sein.

Wer sucht ein Sanitätshaus auf?

Mit zunehmendem Alter werden wir anfälliger für Gebrechen oder zum Pflegefall. Privatpersonen sowie Kliniken und Pflegeeinrichtungen profitieren von den reichhaltigen Angeboten der Sanitätshäuser. Insbesondere werden orthopädische Hilfsmittel in Rehaeinrichtungen eingesetzt. Gerade Menschen in zunehmendem Alter werden oft zu Stammkunden in Sanitätshäusern. Menschen, denen Gliedmaßen oder andere Körperteile amputiert wurden, gehören zur größten Klientel. Manche Unternehmen haben ihre eigenen Techniker, welche die orthopädischen Hilfsprodukte nach Maß herstellen oder sie an den betreffenden Menschen anpassen. Ähnlich wie es Apotheken oder Arztpraxen tun, kooperieren Sanitätshäuser mit den Krankenkassen, welche die Kosten für die Hilfsmittel übernehmen.

Die Vorteile eines Sanitätshauses

Der Bedarf an speziellen Hilfsmitteln für die Kompensation von orthopädischen Leiden oder Amputationen kann durch Apotheken oder Drogerien nicht abgedeckt werden. Es gibt jedoch noch weitere Vorteile bei Sanitätshäusern:

  • ausführliche Beratung von Fachkräften vor der Anfertigung des Hilfsmittels
  • großes Spektrum an Angeboten von medizinischen Hilfsmitteln
  • firmeneigene Produktionsstätte für Prothesen, Pflegehilfsmitteln und Orthesen
  • Fertigung und Anpassung von Brust- und anderen Silikonprothesen
  • Kooperation mit vielen Kliniken, Arztpraxen und Krankenkassen
  • regelmäßige Wartung und Reparatur von orthopädischen Hilfsmitteln, ggf. Austausch
  • in einigen Fällen Hausbesuche
  • Voransicht der Artikel vor Ort
  • Neuanfertigung bzw. Korrektur bei Passungenauigkeit

Die Kompetenzen eines Sanitätshauses

Der Kundendienst beschränkt sich nicht auf eine Produktberatung, wie dies in anderen medizinischen Shops der Fall ist. Vielmehr gehören auch Anprobe mit Anpassung an Größe und Form, Anleitungen zur Säuberung des Hilfsmittels und die Korrespondenz mit den verordnenden Ärzten bzw. Kliniken und den Krankenkassen. Die Kompetenzen des Sanitätshauses reduzieren sich also nicht auf den Verkauf seiner Artikel. Es steckt auch viel Büroarbeit mit Verhandlung hinter dem Verkauf von Hilfsmitteln im Sanitätshaus. Somit bedarf es also auch einiger Kenntnisse im Business, um erfolgreich als Sanitätshaus gegenüber der Konkurrenz zu bestehen. Natürlich müssen auch die Orthopädietechniker erwähnt werden, welche direkt für oder im Sanitätshaus arbeiten, indem sie die Hilfsmittel herstellen. Außerdem absolvieren die Kundenberater eine Schulung für den Umgang mit den Kunden, da es hierfür oftmals viel Geduld und Einfühlungsvermögen braucht. Ein gutes Sanitätshaus, wie das Gesundheitszentrum Lang in Duisburg, ist also de facto ein „Allrounder“ in Sachen Business, denn es bedarf vieler einzelner Ausbildungsgänge, um die Qualität eines Sanitätshauses sicherzustellen.

Die Qualität eines Sanitätshauses

Natürlich „isst“ das Auge immer mit – das gilt auch für den Sanitätsshop. Das bedeutet, dass der erste Eindruck des Kunden beim Eintreten in den Laden stimmen muss. Eine dekorative und übersichtliche Anordnung von sofort erhältlichen, fertigen Produkten der verschiedensten Kategorien ist dabei ein bedeutender Aspekt. Auch die schnelle Verfügbarkeit eines Kundenberaters bei Fragen zu den Artikeln ist wichtig. Das Material spielt ebenfalls eine Rolle. Es sollte unter anderem antiallergisch, und wenn möglich, auch antibakteriell sein. Auch sollte eine Farbauswahl bestehen und ggf. die Möglichkeit von Ermäßigungen oder Rabattaktionen, zum Beispiel bei Büstenhaltern mit Vorrichtung für Brustprothesen oder bei Pflegehilfsmitteln. Natürlich ist die möglichst zeitnahe und perfekte Anfertigung bei orthopädischen Hilfsmitteln das Entscheidende. Die Anpassung muss so erfolgen, dass Prothesen und ähnliche Hilfsmittel so gut an den Körper des Kunden passen, dass er sie auch trägt und als Erleichterung im täglichen Leben empfindet.

Wichtig ist also, dass alle Aufgabenbereiche im Sanitätshaus aufeinander abgestimmt sind und die Kommunikation mit Krankenkassen und Behörden reibungslos verläuft. Der Kunde muss über eventuelle Zahlungs- oder Zuzahlungsmodalitäten sowie über Zuzahlungsbefreiungen durch seine Krankenkasse im Sanitätshaus ausreichend aufgeklärt werden, um Unstimmigkeiten und eventuelle Reklamationen zu vermeiden. Nicht zuletzt ist auch eine gute Erreichbarkeit per Telefon und E-Mail ein wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Qualität eines Sanitätshauses.

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